Wengert besucht am Tag der Ausbildung Krankenpflegeschule in Kaufbeuren

09. März 2018

Mehr Wertschätzung für Pflegeberufe

„Pflegeberufe verdienen viel mehr Wertschätzung in unserer Gesellschaft“, betonte Landtagsabgeordneter Dr. Paul Wengert (SPD) bei seinem Besuch der Berufsfachschule für Krankenpflege der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren. Dort verschaffte er sich einen Überblick über diese wichtige Einrichtung der Nachwuchsausbildung im Klinikbereich, die derzeit 150 Auszubildenden Platz bietet. „Die beengten Raumverhältnisse in der Schule an der Kemnater Straße schreien geradezu nach einem Neubau“, so Wengert nach seinem Rundgang durch die vom Bezirk Schwaben angemieteten Räume. Anlass für seinen Besuch war der „Tag der Ausbildung“, an dem die Parlamentarier vom Bayerischen Wirtschafts- und vom Bayerischen Sozialministerium eingeladen wurden, Ausbildungseinrichtungen zu besuchen.

Die 15 Schülerinnen, die an einem Gespräch mit Dr. Wengert teilnahmen, hatten zahlreiche Fragen vorbereitet, die der Abgeordnete geduldig beantwortete. Dabei sprach er sich ebenso klar gegen eine Verstaatlichung von Krankenhäusern aus wie auch gegen deren Privatisierung. „Unsere Krankenhäuser sind bei den Kommunen in guten und erfahrenen Händen, eine Verstaatlichung würde zu einer nicht erwünschten zentralistischen Steuerung führen, Privatisierungen zu deutlichen Leistungseinschränkungen und schlechteren Arbeits- und Einkommensbedingungen für die dort arbeitenden Menschen“, so Wengert. Die SPD setze sich für eine bessere Bezahlung, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Pflegeberuf und eine bessere Personalbemessung ein. Der Koalitionsvertrag, aus dem Dr. Wengert einige Passagen zitierte, enthalte gute Vereinbarungen dazu, wie etwa die sofortige und spürbare Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Bezahlung in der Alten- und Krankenpflege.

Was er sich von der Pflege wünsche, wenn er selbst mal krank sei, fragte eine der Schülerinnen. Wengerts Antwort: „Zeit, Zuwendung und Professionalität“. Dass letztere in der Krankenpflegeschule erlernt werde, daran ließ der Abgeordnete gegenüber Schulleiterin Stefanie Kohler keinen Zweifel. Dass es für mehr Zuwendung und Zeit noch großer Anstrengungen bedarf, sah er ebenso wie Pflegedirektor Axel Wagner. So diskutierten die Schülerinnen Themen wie Attraktivität des Berufes, das Für und Wider der generalistischen Ausbildung, die Vergütung nach der Ausbildung und mangelnde Schichtangebote für Mütter und Familien, heiß mit dem Abgeordneten. Wengert stellte dabei fest, dass ihm ausschließlich junge Frauen gegenüber saßen. „Lange Zeit und für viele immer noch, war und ist es nicht „cool“ für Männer, diesen Beruf auszuüben“, meinte Wengert. Von den derzeit 140 Auszubildenden sind nur 11 von ihnen junge Männer.

Neben einer neuen Schule wünscht sich Pflegedirektor Axel Wagner auch ein Wohnheim für die Schülerinnen und Schüler, „damit die teilweise noch minderjährigen Auszubildenden nach Spätschichten nicht noch längere Strecken bis nach Hause fahren müssen“, so Wagner. Er hatte Wengert zusammen mit Schulleiterin Stefanie Kohler auf einem Rundgang durch das Schulgebäude begleitet.

Die gesamte Pressemitteilung zum download hier:

PM052018_Besuch Pflegeschule Kaufbeuren (PDF, 116 kB)

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