Schwimmbadsanierungen im Ostallgäu: Der Ankündigung der Staatsregierung müssen schnell Taten folgen!

Freibad Thalkirchdorf

11. Oktober 2017

Im Landkreis Ostallgäu sind derzeit drei von zehn Schwimmbädern sanierungsbedürftig, das Freibad Unterthingau ist gar von der Schließung bedroht. Bayernweit droht 54 kommunalen Bädern die Schließung, 299 sind zum Teil dringend sanierungsbedürftig. Das hat eine Anfrage der BayernSPD-Landtagsfraktion ergeben. Für den SPD-Abgeordneten Dr. Paul Wengert sind das alarmierende Zahlen. „Die Staatsregierung steht hier in der Verantwortung endlich zu handeln. Das Resultat der Schwimmbadschließungen ist allen bewusst: Immer weniger Kinder können schwimmen.“ Wengert verweist auf Studien der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) und Erfahrungen der BRK-Wasserwacht, wonach bereits jedes zweite zehnjährige Kind nicht schwimmen kann. Vergangenes Jahr gab es in Bayern mehr Badetote als in jedem anderen Bundesland – 91 an der Zahl.

Freibad Immenstadt
(Im sanierungsbedürftigen Freibad Immenstadt in diesem Sommer, vlnr: Fraktionsvorsitzender Markus Rinderspacher, MdL Wengert, 2. Bürgermeister von Immenstadt Herbert Weibel, SPD-Unterbezirksvorsitzender Markus Kubatschka)

Die SPD-Fraktion im Landtag fordert seit langem einen staatlichen Sonderfonds von 30 Millionen Euro zur Unterstützung der Kommunen, die häufig die Sanierung ihrer in die Jahre gekommenen Schwimmbäder nicht aus eigener Finanzkraft leisten können. „Den vollmundigen aktuellen Ankündigungen der Staatsregierung, die Zuschüsse für Bädersanierungen zu erhöhen, müssen jetzt schnell konkrete Taten folgen. Wir werden da nicht locker lassen“, kündigte Wengert an, der als Kommunalpolitischer Sprecher seiner Fraktion zuletzt im Sommer mit SPD-Fraktionsvorsitzendem Markus Rinderspacher mehrere sanierungsbedürftige Schwimmbäder im Allgäu besucht hatte.

PM252017_SchwimmbadsanierungenOAL (PDF, 239 kB)

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