Investitionen in Straße und Schiene – aber was ist mit dem Internet?

05. Dezember 2017

Neue Zahlen zum Zustand der Straßen im Ostallgäu und Kaufbeuren, keine Daten zum schnellen Internet – so die Ergebnisse einer Anfrage des Landtagsabgeordneten Dr. Paul Wengert an die Staatsregierung

Auch in 2018 stehen mehrere größere Straßenbauprojekte im Ostallgäu an, wie aus der Antwort auf eine Anfrage der Landtagsabgeordneten Dr. Paul Wengert hervorgeht. So sind im Zuständigkeitsbereich der Bayerischen Staatsbauverwaltung im Landkreis Ostallgäu und in der kreisfreien Stadt Kaufbeuren folgende größere

Straßenbauprojekte in Planung:

  • Vierstreifiger Ausbau der B12 zwischen Buchloe und Kempten

  • Dreistreifiger Ausbau der B472 östlich von Marktoberdorf

  • Ausbau der Staatsstraße 2008 südlich von Seeg und nördlich von Lengenwang

  • Ausbau der Staatsstraße 2014 östlich von Stöttwang

Baubeginn ist allerdings lediglich für die Ortsumgehung der B 16 im Bereich Marktoberdorf -Bertoldshofen. „Ich freue mich, dass nun endlich Fahrt aufgenommen wird bei wichtigen Verkehrsprojekten im Allgäu“, zeigt sich Wengert erfreut über den Baubeginn an der B16 und Beginn der Planungen für die B12:

„Hoffentlich kann auch bald der Ausbau der B12 starten, für den ich mich in München und Berlin stark gemacht habe.“

Insgesamt tragen die Bautätigkeiten der letzten Jahre nun Früchte, der Zustand der Staatsstraßen hat sich leicht verbessert. Dies geht ebenfalls aus der Anfrage hervor: So hat die letzte Zustandserfassung und –bewertung (ZEB) im Jahr 2015 ergeben, dass etwa 32% (43km) der Staatsstraßen im Ostallgäu und etwa 25% (1km) der Staatsstraßen in Kaufbeuren sanierungsbedürftig sind. Das ist eine leichte Verbesserung zur vorherigen Zustandserfassung, bei der noch 38% der Staatsstraßen im Ostallgäu und 31% der Staatsstraßen in Kaufbeuren sanierungsbedürftig waren.

Nicht nur auf der Straße, auch auf den Schienen wird im Jahr 2018 weiter geplant. So laufen die Planungen für Neubauten von Bahnhaltepunkten in Marktoberdorf Nord, Füssen West und Kaufbeuren-Haken im Rahmen der „Stationsoffensive Bayern“ an, ebenso wird der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Marktoberdorf einschließlich einer ortsteilverbindenden Querung der Bahngleise geplant. Ebenfalls Projekte, die Wengert seit Jahren einfordert. „Das Jahr 2018 wird ebenso wie 2017 von wichtigen Baumaßnahmen sowie der Planung weiterer und für die Region sehr wichtiger Verkehrsprojekte geprägt sein. Ich hoffe, dass die positive Entwicklung weiter anhält“, zieht der Landtagsabgeordnete ein Fazit. Enttäuscht ist Wengert allerdings darüber, dass der Staatsregierung keine Daten darüber vorliegen, wo es in der Region Datenleitungen mit einer Bandbreite von mindestens 100 Mbit/s gibt. „Hier spricht die Staatsregierung immer davon, wie wichtig schnelles Internet für den ländlichen Raum ist und hat auch ein Förderprogramm aufgelegt. Daten über das schnelle Internet liegen dann aber nicht vor“, kritisiert Wengert.

Hier erhalten Sie die komplette Pressemeldung als Download: PM32-2017Zustand Straßen und Internet

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